KOMPOST

oder Die Erde meiner Mutter

KOMPOST oder Die Erde meiner Mutter ist ein zeitlich begrenztes Kunst- und Residenzprojekt im Gemeindehaus Friebritz (Fallbach, Weinviertel), das von 15. Mai bis 19. Juli 2026 im Rahmen des Viertelfestivals 2026 stattfindet.

Es ist ein Projekt der Töchter der Kunst und wurde als Pilotinitiative für ländliche Kunstresidenzen in Niederösterreich entwickelt.

Vom 15. Mai bis 19. Juli 2026 belebt das Kollektiv Töchter der Kunst das leerstehende Gemeindehaus neu und macht es zu einem Ort für künstlerische Arbeit, Austausch und gemeinschaftliche Aktivitäten. In einer Region, die von traditionellen Strukturen, demografischen Veränderungen und einer vielschichtigen Geschichte geprägt ist, versteht sich KOMPOST als Einladung, Leerstand nicht als Mangel, sondern als Möglichkeitsraum zu begreifen.

KOMPOST ist als Pilotmodell angelegt, das neue künstlerische und soziale Perspektiven im ländlichen Raum erprobt und langfristig Impulse für weitere Residenzformate im Weinviertel geben soll.

Kompost als Metapher und Methode

Der Begriff Kompost – abgeleitet von compositum („das Zusammengesetzte“) – fungiert im Projekt als Metapher, Material und Methode. Er steht für Kreisläufe des Werdens und Vergehens, für Transformation, Fürsorge und kollektive Prozesse.

Die eingeladenen künstlerischen Positionen nähern sich dem Ort mit unterschiedlichen künstlerischen Zugängen. In der Auseinandersetzung mit seinen sichtbaren und unsichtbaren Spuren entstehen offene Prozesse, die Raum für neue Erzählungen und kollektive Zukunftsbilder lassen.

Format und Begegnung

Drei Künstler*innen werden per Open Call ausgewählt und zu partizipativen Residenzen eingeladen.

Sie arbeiten jeweils für zwei Wochen vor Ort und entwickeln ihre Projekte im Austausch mit der lokalen Bevölkerung.

Im Anschluss an jede Residency finden sogenannte Kompost-Salons statt – offene Begegnungsformate für Dialog, Austausch und gemeinsames Nachdenken, die zugleich als öffentliche Präsentationen der in den zwei Wochen entstandenen Arbeiten dienen.

Bei der Eröffnung am 23. Mai werden alle Projekte erstmals in kurzen Präsentationen vorgestellt.

Zum Abschluss des Projekts am 11. Juli findet eine größere öffentliche Veranstaltung in Kooperation mit Regina Pickers Performance Brunch statt, die die künstlerischen Prozesse zusammenführt und den Ort erneut öffnet.

Ziele

Sensibilisierung für regionale, historische und soziale Zusammenhänge

Wiederbelebung eines ungenutzten Gebäudes durch Kunst und gemeinschaftliche Aktivitäten

Entwicklung eines offenen, interdisziplinären Residenzmodells im ländlichen Raum

Aufbau eines Netzwerks ländlicher Kunstresidenzen in Österreich

Förderung von Austausch und Begegnung mit der lokalen Bevölkerung

Ort: Gemeindehaus Friebritz, Fallbach, Weinviertel
Zeitraum: 15. Mai – 19. Juli 2026

Das Projekt wird im Rahmen des LEADER-Programms mit Unterstützung von Bund, Land Niederösterreich und der Europäischen Union realisiert.

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Mit Unterstützung von Bund, Land und Europäischer Union

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